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Konzept für die Drei- bis Sechsjährigen

Die Tageseinrichtung „SpielRAUM“ ist ein pädagogisch gestalteter Ort für Kinder, der allgemein günstige Entwicklungsbedingungen für Körper, Geist und Seele schafft und hilft, Zuversicht, Lebenskraft und -freude, Ressourcen und Potentiale zu entwickeln, gezielt individuelle Begabungen, Interessen und Neigungen zu fördern und dabei den kulturell – ethnischen und familiären Hintergrund einzubinden.

Grundverständnis und Anspruch des Konzepts der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ werden von einem humanistisch – ganzheitlichen, überkonfessionellen Menschenbild und vom Bewusstsein getragen, dass es sich hier um die erste Stufe institutioneller Bildung und Erziehung handelt.

 

Aktions- und erlebnisreiches Spiel, Bildung und individuelle Förderung kindlicher Wesenskräfte, tagesstrukturierende Maßnahmen, feste Regeln und Rituale und eine soziale Atmosphäre, die sich an demokratischen Grundwerten wie Gleichberechtigung, Meinungs- und Wahlfreiheit, Gerechtigkeit, Respekt, Akzeptanz, Toleranz, Verantwortung und Solidarität orientiert, sind die Säulen des Konzepts.

Die Bildungsvereinbarung NRW geht von einem Bildungsbegriff aus, der nicht nur auf die Aneignung von Wissen, die Entwicklung und Förderung des sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Könnens als unmittelbare Vorbereitung auf den Schulunterricht abstellt, sondern auch die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität verfolgt. Durch ein solches Bildungsverständnis wird ein aktiver Beitrag zu chancengleicher Teilhabe in der Gesellschaft, unabhängig von Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft und zum Ausgleich individueller und sozialer Benachteiligungen geleistet. Ziel der Bildungsarbeit ist es daher, die Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und in der Ausschöpfung ihrer Entwicklungspotenziale zu unterstützen.

Folgende Ziele der pädagogischen Arbeit in der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ sind in diesem Sinne wesentliche allgemeine Integrations-, Entwicklungs- und Bildungsaufgaben:

  • Ich- und Wir- Erleben in sozialer Gemeinschaft, Individualität, Wertschätzung , die Fähigkeit, sich ein- und unterzuordnen, sich durchzusetzen, Rücksicht zu nehmen, Verständnis zu üben, Hilfe zu leisten, Partei zu ergreifen, den Grundstock für ethisches Gespür und interkulturelles Verständnis zu legen, für einen respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren, die Fähigkeit zur gewaltfreien Problemlösung, Empathie und Achtsamkeit zu entwickeln,
  • Wahrnehmung („Schärfung der Sinne“), Denkoperationen (Analyse, Synthese, Vergleich, Verallgemeinerung, Konkretisierung), Phantasie und Vorstellung, Begriff(e), Sprache und Sprechen, Konzentration, Freude am Erkunden, Entdecken und „Begreifen“/Verstehen, Aufgabenhaltung/Erfolgsorientierung (Vertrauen, Zuversicht, Sicherheit, Beweglichkeit), Natur- und Tierliebe, Heimatverbundenheit,
  • Körperwahrnehmung, Körpergefühl, Annahme und Akzeptanz des eigenen Körpers, Freude an körperlicher Betätigung, Motorik, Koordination, Belastbarkeit, Ausdauer, nützliche Gewohnheiten (Selbstbedienung, Ernährung, Hygiene, Ordnung, Sauberkeit, Raumgestaltung), psychische Stabilisierung/Harmonisierung.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“

  • denkt fächerübergreifend, kindbezogen und arbeitet multiprofessionell mit anderen Fachleuten eng zusammen,
  • inkludiert die Subjekt- /Aktivposition des Kindes, seine altersgemäße und individuelle Selbsttätigkeit und Selbständigkeit,
  • ist ressourcen- und lösungsorientiert und wendet sich von der überholten pädagogischen Haltung einer Problemorientierung ab¹
  • ist projektbezogenes ganzheitliches Erfahrungslernen, baut auf Alltagsbeobachtungen auf und steht mit situativen oder persönlichen Anlässen in Einklang (z.B. „Geburtstag ist heut“, „ein Zirkus kommt in die Stadt“, „Frühling in unserem Garten“), gibt zielgerichtet Anregungen und schafft bewusst Möglichkeiten zur Selbsterfahrung der Kinder (z.B. Malen mit dem Fuß, Sprechen mit dem Körper) und inkludiert didaktisch geführte und methodisch gestaltete Lernprozesse,
  • ist pädagogisch integrativ/inklusiv, insofern die Menschen/Kinder verschieden sind, sich verschieden ihre natürliche Gesellschaft erobern, sie verschieden wahr- und an ihr teil nehmen, die Kinder über verschiedene physische und psychische Voraussetzungen zur Aneignung und Bewältigung verfügen,
  • bedeutet Methodenvielfalt und nutzt viele Elemente guter, bewährter Konzepte²
  • Aufbau und Gebrauch des Spielgabensystems, Bewegungsspiele, Gartenarbeit und Tierpflege nach F. FRÖBEL,
  • vorbereitete Umgebung, freie Wahl, Bewegungs-, Sinnes-, rhythmisch-musikalische Erziehung, Übungen, die das soziale Leben betreffen, nach M. MONTESSORI,
  • ganzheitliche Erfahrung des Körpers, Entfaltung der Sinne wie Riechen, Fühlen, Schmecken, Hören und Sehen sowie das Üben des Gleichgewichts des Körpers nach H. KÜKELHAUS,
  • schafft und nutzt Rituale und Traditionen (Morgenkreis, Traumreisen, Mahlzeiten, Geburtstage, Feste und Feiern usw.), um das Gemeinschaftsgefühl und die Zugehörigkeit aller (Kinder, Erzieherinnen, Eltern ) zur Einrichtung zu entwickeln. Höhepunkte im Ablauf eines jeden Kindergartenjahres sind Feste und Feiern (Geburtstage, Karneval, Ostern, Laternenfest, Weihnachten), Film- und Ausstellungsprojekte, Theater- und Konzertaufführungen und -besuche, Ausflüge und Reisen.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ wird entscheidend vom Team der PädagogInnen, ihrer konzeptuellen Bewusstheit, ihrer menschlichen Integrität und ihrer fachlichen Ambition und Souveränität getragen.

Ein Team aus sechseinhalb Pädagoginnen, davon fünf mit Fachkraftausbildung (Erzieherin) und eine Kinderpflegerin arbeiten mehrheitlich schon fast zwei Jahrzehnte zusammen und sorgen gleichsam für Kontinuität in der Umsetzung und Weiterentwicklung des anspruchsvollen Konzepts.

Der demokratische Erziehungsstil und die Autorität werden wesentlich durch Präsenz, Achtsamkeit, Fürsorge, Empathie, Grenzsetzung, Kommunikation, Kooperation, Netzwerk und Transparenz gelebt.

Die Pädagoginnen sind sich der Vorbild-/Beispielrolle bewusst, nehmen durchgängig eine sprachförderliche Grundhaltung ein, praktizieren ein sprachförderndes Verhalten, indem sie natürliche Interaktionen im Kita-Alltag nutzen und gezielt intuitive Sprachlehrstrategien anwenden.

Zusatzausbildungen zur Sprachförderkraft, zur Psychomotorischen Entwicklungsbegleiterin, zur Rhythmisch – musikalischen Frühförder-, zur Entspannungs-, zur Wald- und Naturpädagogin und zur Selbstbehauptungstrainerin werden im Betreuungsalltag hilfreich wirksam.

Das Verhalten, die Kommunikation, das Spielen und Lernen der Kinder werden ständig beobachtet. Einmal pro Halbjahr wird das Ergebnis dieser Beobachtung in Form einer aussagekräftigen Bildungs- und Lerngeschichte zusammen mit Fotos und Arbeitsergebnissen dokumentiert.

Sichtbar für jedes Kind wachsen so die von den Pädagoginnen liebevoll festgehaltenen und zusammengestellten Dokumente seiner Entwicklung, Erlebnisse und Erfahrungen an und erhalten in einer eigenen Mappe ihren festen Platz. Diese können sich die Kinder selbst oder zusammen mit den Pädagoginnen bzw. Eltern immer wieder anschauen. Am Ende der KiTA – Zeit haben die Dokumentationsmappen der Kinder einen respektablen Umfang und eignen sich für das Kind, seine Eltern und die ganze Familie als bleibende, gute Erinnerung.

Die PädagogInnen nehmen im Rahmen gegenseitiger monatlicher Hospitationen einrichtungsintern eine themenbezogene Qualitätsanalyse (soziale und emotionale Entwicklung, Bewegung, Phantasie- und Rollenspiel, bildende Kunst, Musik und Tanz, Natur- und Sachwissen, Gesundheit, Ernährung, soziale Atmosphäre) vor.

Am Beispiel der Selbstevaluation nach TIETZE³ werden anhand geschlossener eigener/interner Fragebögen die Ergebnisse anonym gesichert.

Am Ende der KiTA – Zeit werden mittels standardisierter Kriterien/eines vorgegebenen Fragenkatalogs Interviews zur Zufriedenheit geführt. Kinder und Eltern werden hierzu einzeln oder/und in kleinen Gruppen befragt.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ nutzt bewusst die Bildungsbereiche Bewegung, Spielen und Gestalten, Medien, Sprache(n), Natur und kulturelle Umwelt(en).

Die Bildungsbereiche werden täglich, einstündig in Kleingruppe, in der Gruppe bzw. gruppenübergreifend angeboten.

Unter kindgemäß formulierten Themen („In meinem kleinen Garten“, „Auf der Wiese blühet was“, „Wer will fleißige Handwerker seh´n“). werden die bereichsspezifischen Themen über verschiedene Zeiträume projektbezogen er-/gearbeitet. An Auswahl und Gestaltung sind die Kinder aktiv beteiligt. Viele verschiedene Tätigkeiten (die Natur beobachten, pflanzen, säen, jäten, ernten, trocknen, kochen, einlegen, backen, malen, formen, singen, tanzen, weben, knüpfen, töpfern u.v.a.m.) bieten sich an; eins ergibt sich aus dem anderen; immer wieder etwas Neues; für jeden etwas. So können von den Kindern ganzheitlich Erfahrungen gesammelt, spielerisch Wissen erworben, Fähigkeiten, Fertigkeiten entwickelt und selbständig angewandt werden.

Da insbesondere die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung einer intensiven Vorbereitung auf einen gelingenden Übergang zur Grundschule bedürfen, be-/erarbeiten sie einmal wöchentlich in kleinen Gruppen Bereiche wie Menge, Zahl, Ziffer, Raum – Lage – Beziehung, Farben und Formen, Hören, Lauschen, Lernen und ausgewählte sachkundliche Themen. Die Vorbereitung auf das schulische Lernen wird durch die Kontextbedingungen (didaktisch – methodische Führung, Raum, Zeit, soziale/r Anforderungen/Umgang) unterstützt. Damit sollen die Freude auf die Schule gestärkt, notwendige Voraussetzungen, was Wissen, Können und Sozialverhalten anbelangt, gesichert werden.

Eine besondere Rolle spielt dabei die alltagsintegrierte kontextuelle Sprachbildung und -förderung.

Als zusätzliche Förderangebote mit Projektcharakter werden abwechselnd angeboten:

  • Psychomotorische Bewegungserziehung
  • Wald- und Wiesen – Tage
  • Schach
  • Autogenes Training
  • Entspannung durch Meditation und Traumreisen
  • Musikalisch – rhythmische Förderung
  • Sprachförderung
  • das Ernährungsprojekt „Wohlfühlessen“ und das „Pädagogische Frühstück“
  • „Kleine Forscher“
  • Selbstbehauptungs- und Konflikttraining und
  • Yoga
  • die altersgemäße Heranführung an die Computernutzung.

Die zusätzlichen Förderangebote/-projekte werden grundsätzlich gruppenübergreifend in Kleingruppenarbeit organisiert/realisiert. Die PädagogInnen des Teams werden hierbei von konzeptuell geeigneten Honorarkräften wirksam unterstützt.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ baut bewusst auf eine partizipatorische Grundhaltung und nutzt/organisiert partizipatorische Methoden.

Partizipation als konstitutives Merkmal einer demokratischen Gesellschaftsform stellt einen hohen moralischen Wert dar und ist damit auch unverzichtbar und selbstverständlich in der Gemeinschaft der Kinder.

Beteiligung ist eine verpflichtende Aufgabe in den §§ 8,9, 11 und 36 des SGB VIII sowie in dem § 12 der UN – Kinderrechtskonvention. Partizipation wirkt als pädagogisch initiierter Zweck im Sinne einer Selbstverwirklichung durch Beteiligung und einer Befähigung zu selbstverantwortlicher und selbstständiger Lebens-bewältigung: in Beziehung gehen, an der eigenen Problemlösung aktiv und kompetent mitwirken, in Netzwerken agieren, eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, der Neugier und der Wertschätzung bisheriger Handlungs- und Lebensstrategien einnehmen.

In der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ geschieht dies im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder, ihres Mitwirken – Wollens, ihrer Kompetenzen, Fähigkeiten und ihres kognitiven Entwicklungsvermögens/-standes und unter Berücksichtigung/in Anwendung der Kategorien der Partizipation (Information und Transparenz, Mitsprache und Mitbestimmung, Mitwirkung und Selbstbestimmung).

An den alltäglichen Gestaltungsprozessen partizipieren die Kinder sozial auch derart, dass sie auftretende Konflikte direkt ansprechen und Beschwerden sofort los werden können. Bei Streitigkeiten und Konflikten wird jedes beteiligte Kind angehört, seine Wahrnehmung und Sichtweise ernst genommen und die pädagogische Intervention/ Lösung kindgemäß erklärt/verständlich gemacht. In regelmäßig stattfindenden Gesprächskreisen (Kleingruppenarbeit) werden zudem explizite Themen der Mitwirkung/Beteiligung und Beschwerde erörtert (Auswahl der Spiele, Projekte, Ausflüge, Exkursionen, Gestaltung der Dienste und Ämter, der alltägliche Rituale, Feste und Feiern, die Ausstattung mit Material, Feedback – Formen) erprobt und angewandt.

Da elterliche und institutionelle Erziehung zeitgleich wirken, ist koordiniertes, synchronisiertes Zusammenspiel sinnvoll und positiv verstärkend. Gegenläufige oder/und widersprüchliche Grundhaltungen stören die emotionale Befindlichkeit aller Beteiligten und stellen ein unnötiges Erschwernis und Hemmnis der kindlichen Entwicklung dar.

Der Elternbeirat ist das wichtige Bindeglied zwischen Eltern, Erzieherinnen/Team und Träger. Der Rat der Tageseinrichtung trifft sich drei Mal jährlich. Dort werden wichtige Informationen ausgetauscht, Entscheidungen beraten und Konflikte und Beschwerden offen angesprochen, angenommen und konstruktiv gelöst.

Vielfältige Formen der Elternmitwirkung erzeugen gegenseitiges Verständnis, vermitteln genauere Kenntnis unterschiedlicher Bedingungen, Potentiale und verbinden sich in gemeinsamer Absicht. Das beginnt bereits vor Aufnahme des Kindes. Die Eltern lernen die Einrichtung kennen, werden in den Betreuungsvertrag, das Konzept und die Organisation des KiTa – Alltages eingeführt. Bei persönlichen Besuchen mit dem Kind in der Einrichtung bekommen die Eltern einen ersten Eindruck, Kind und Eltern/teil üben das „Loslassen“. Die Eingewöhnung gelingt schrittweise mit immer mehr Sicherheit für die Eltern und das Kind.

Thematische Elternabende vermitteln Wissen zu Erziehungs-/Entwicklungsfragen (Verkehrserziehung; Schulvorbereitung; Sozialkompetenz) und haben die Stärkung der Erziehungsfähigkeit zum Ziel.

Bei der Durchführung traditionsreicher Feste und Feiern bieten die Eltern bereitwillig ihre Unterstützung an oder übernehmen selbständig Aufgaben. Die Elternvertretung spielt bei der Planung und Organisation besonderer Aktivitäten und Veranstaltungen eine herausragende Rolle. Idealtypisch ist die Elternvertretung im Sinne des Konzepts die organisatorische und fachliche Vorhut der Elternschaft bzw. das Bindeglied zwischen Einrichtung und Elternschaft.

Neben den häufigen Tür- und Angel – Gesprächen , Telefonkontakten bei Bedarf, der Übersendung von Notizen bei besonderen Anlässen gehören terminierte intensive Einzel- gespräche von Pädagoginnen und Eltern zu Erziehung und Entwicklung und explizite Erziehungsberatung (im Gesprächen bzw. in gesonderten Kursen Triple P, Starke Eltern, starke Kinder) zum festen Programm.

Aktuelle Informationen erhalten die Eltern über die Pinnwand in der Gruppe (Wochen-, Speiseplan, pädagogisches Frühstück, Termine). Über interessante Angebote für Eltern und Familien im Stadtgebiet und in der näheren Umgebung wird durch das Auslegen von Informationsflyern oder -broschüren informiert.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ nutzt/schafft bewusst einen strukturierter Tagesablauf:

  • „Willkommen und Abschied“ (Morgen- und Mittagskreis),
  • gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück,Mittagessen, Vesper)
  • Spiel-/Beschäftigungs-/Lernzeit,
  • Zeit für individuellen Begegnung, für individuelle interessenorientierte Beschäftigung, für „freies Spiel“
  • Mittagsruhe/-schlaf/Meditation.

In Verbindung mit festen Bringe- und Abholzeiten schafft die Tagesstruktur Ruhe, vermittelt Sicherheit, unterstützt die Entwicklung, gewohnheitsmäßigen Handelns, „entlastet“ die Kinder, erleichtert Anpassung und ermöglicht Flexibilität im anforderungs-/aufgabenbezogenen Denken und Handeln.

Die Tageseinrichtung ist Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Tagesverlauf nehmen die Kinder drei Mahlzeiten ein, davon eine warme Mittagsmahlzeit.

Das Mittagsessen wird in Abhängigkeit vom Alter, den Bedürfnissen und der Fähigkeit der Kinder serviert, aufgelegt oder in Form eines Buffets angerichtet. Die Erzieherinnen helfen, unterstützen, leiten an und beraten bei Auswahl und Menge. Die Kinder genießen an großen Tischen in kleinen Gruppen das gemeinsame Essen. Ein Tischspruch zu Beginn, schönes Porzellangeschirr, Gläser und Besteck, Servietten, ein hübsch dekorierter Tisch schaffen eine genussvolle Atmosphäre.

Nach einem kurzen Körperpflegeritual (Zähneputzen, Hände waschen, Mund abwischen) werden die U3 Kinder in den Schlafraum, die anderen Kinder in die Ruhebereiche geführt.

Die über 3 jährigen Kinder nehmen ihr Kuscheltier mit in den Raum, finden ausgebreitete Ruhematten vor und bekommen von den Erzieherinnen eine Entspannungsgeschichte vorgelesen oder eine Traumreise erzählt, sodass sie tatsächlich zur Ruhe kommen können. Die mindestens einstündige Schlaf- bzw. Ruhepause ist unabhängig vom Ort von einer Erzieherin „bewacht“ bzw. wird von ihr gestaltetet.

 

Das Konzept der Tageseinrichtung „SpielRAUM“ schafft/ nutzt bewusst die räumliche und sächliche Ausstattung.

Anzahl und Gestaltung der Innen- und Außenräume bieten

  • den Kindern die Möglichkeit, mit allen anderen zusammen zu sein, ohne bedrückende Enge zu empfinden, aber auch mit sich oder mit einigen Kindern der Gruppe allein sein, mal ganz „in Ruhe“ und ungestört etwas machen zu können und
  • den Erzieherinnen gleichzeitig gute Möglichkeiten, sich mit Angeboten an die ganze Gruppe zu wenden, differenziert in kleinen Gruppen oder mit einzelnen Kindern zu arbeiten, die Witterungs- und Lichtverhältnisse und die Potenzen der vorbereiteten Umgebung ohne unverträglichen Mehraufwand optimal zu nutzen.

Alle Kinder können sich frei, d.h. ohne Beschränkung durch ihre Möglichkeiten und sicher in der Einrichtung bewegen.

Neben den kindgerecht ansprechenden Gruppen- und Nebenräumen, einem Schlaf- und einem Differenzierungsraum für die U3 Kinder und den Toiletten-, Sanitärbereichen im Erd- und Obergeschoss bietet das Haus am Haterbusch 32 im Unter- und zweiten Obergeschoss weitere Funktionsräume (ein großer Turn- und Toberaum, eine modern und zweckmäßig ausgestattete Küche, eine Traumreisen- und Meditationsebene).

Im Außenbereich, einem hügeligen Geländegarten, mit Spielgeräten, einem Kriech- und Weidentunnel, einem großen Sandspielbereich und einem Blumen-, Kräuter- und Gemüsebeeten können die Kinder Natur erleben, pflanzen, pflegen, ernten und immer, wenn es das Wetter zulässt, im Freien spielen, Mahlzeiten einnehmen oder einfach in stille Betrachtung versinken.

Innen und außen gibt es genügend Raum, viele verschiedene „Bestimmungen“ (Sinngebungen), die zu ganz unterschiedlichen Beschäftigungen mit anderen, sich selbst, verschiedenen Materialien und Gegenständen einladen, die verschiedenen Sinne „reizen“ und Spielideen stiften, Interessen, Neigungen und Begabungen ansprechen.

Weitere vielfältig geeignete Räume im Obergeschoss können zudem von der Tageseinrichtung für die projektbezogene Beschäftigung/Förderung der Kinder und zu Besprechungs-, Beratungs- und Veranstaltungszwecken von PädagogInnen und Eltern mitgenutzt werden.

 


¹ Grundsätzlich gilt die NOHLsche Maxime, sich an den sich an den Problemen, die ein Kind hat, zu orientieren und nicht an den Problemen, die das Kind macht!

² Gemeinsam ist diesen Konzepten, dass sie Individualität berücksichtigen und fördern, an grösstmöglichster „Freiheit“/Selbstbestimmung und Selbständigkeit des Individuums ausgerichtet sind, daß sie grundlegend einen respekt- und liebevollen, einfühlenden und akzeptierende pädagogische Grundhaltung fordern , dass sie auf ein Höchstmaß an Kreativität, Schöpfertum und, Phantasie und ganzheitliche Aneignung ermöglichen.

³ Vgl.Tietze, W (Hrsg.).: „Pädagogische Qualität entwickeln“, Cornelsen 2007, 2. Auflage


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